Asien Knigge Streiten nicht ffentlichRespektvolles und zurückhaltendes Verhalten gegenüber anderen Personen sollte grundsätzlich selbstverständlich sein – ganz besonders aber gegenüber älteren Menschen. Lautstarkes Verhalten oder Diskussionen und lautes Schimpfen in der Öffentlichkeit sind verpönt und sind für alle Beteiligten unangenehm und peinlich.

In Bhutan gilt es als unschicklich mit dem Finger auf etwas zu zeigen. Die Bhutaner nicken mit dem Kopf in die entsprechende Richtung, was denselben Zweck erfüllt und als sehr viel unaufdringlicher empfunden wird.

Andere Menschen, aus welchen Gründen auch immer, am Kopf zu berühren, sollte man unbedingt vermeiden. In den meisten buddhistisch geprägten Ländern gilt das Berühren des Kopfes, als dem höchsten Körperteil, als Beleidigung.

Asien Knigge FuesseMit den Füßen bzw. den Fußsohlen ist es genau umgekehrt. Als niedrigstes Körperteil des Menschen sollten sie im Sitzen niemals in Richtung anderer Personen zeigen und auch nicht in Richtung Buddha-Bildnissen oder anderen religiosen Gegenständen und Symbolen.

Beim Betreten eines Klosters oder Tempels ist es üblich, die Schuhe auszuziehen und eine Kopfbedeckung abzunehmen. Unbedingt ist darauf zu achten, dass Schultern und Oberarme und die Beine bedeckt sind. Auch tief ausgeschnittene T-Shirts sind nicht gerne gesehen.

Bhutan Chorten an Strasse P1030829Wie in allen buddhistischen Ländern geht man um Stupas/Chorten, Mani-Mauern und andere religöse Bauten immer nur im Uhrzeigersinn, so dass sie auf der rechten Seite des Besuchers liegen. Bei Chorten am Straßenrand findet man teilweise eine zusätzliche Behelfsfahrspur, damit man diesem auch beim Vorbeifahren die rechte Seite zuwenden kann. Auch Gebetsmühlen werden immer im Uhrzeigersinn gedreht.

Bhutan18 T24 263 Lhuentse Dzong Tnzer2 P1030464 900x506Der Besuch eines Festivals...
macht Deine Bhutan-Reise noch einmal mehr zu etwas ganz besonderem  Bei den meisten Festivals handelt es sich um religiöse Zeremonien, z.B. um Klosterfeste, die sogenannten Tsechus. Die Orte, an denen die Zeremonien stattfinden, werden von hohen Lamas gesegnet und sind für die buddhistischen Einheimischen von einer ganz besonderen Bedeutung. Als Besucher ist wichtig, dass Du Dir des religiösen Hintergrundes und der großen Wichtigkeit  für die Bevölkerung bewusst bist.

Ein solches Festival hat nichts zu tun mit einer Party, einer Show oder einer Karneval-Aufführung und ist auch keine Veranstaltung die zur Touristen-Attraktion durchgeführt wird. Über Jahrhunderte hinweg wurden die alte Traditionen bis auf den heutigen Tag bewahrt und jede der Bewegungen während der Maskentänze hat eine besondere religiöse Bedeutung. Leider gibt es immer wieder Touristen, die trotzem ein solchesFest durch unbedachtes, respektloses und lautes Verhalen stören und damit die Einheimischen brüskieren.

Bisher sind Ausländer bei solchen Feste gern gesehene Gäste, aber es ist ein absolutes Muss, gewisse Verhaltensregeln zu beachten, damit das auch in Zukunft so bleibt

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Am Festivalort ist es nicht üblich zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Zu unpassenden Momenten laut zu lachen gilt alss äußerst unhöflich! Wenn die Eltern Ihren Kindern wähend der Zeremonien zu essen oder zu trinken geben, so ist das eine Ausnahme, die zum Wohl der Kinder toleriert wird.

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Das Fotografieren ist bei den meisten Festivals erlaubt. Eine strenge Ausnahme ist das Jambay Lakhang Drup Fest im Bumthang-Tal während des mitternächtlichen Feuer-Rituals, das von dem sog. "Naked Dance" begleitet wird. Bitte sei beim Fotografieren respektvoll und übe äußerste Zurückhaltung. Es ist wichtig, genügend Distanz zum Festgeschehen und den Maskentänzern zu halten. Schon mehrfach habe ich auf meinen Reisen miterleben müssen, dass Touristen während der Maskentänze zwischen den Tänzern "herumgesprungen" sind und ihnen ihre Kamera mit einem riesigen "Geschoss" von Teleobjektiv vor die Nase gehalten haben. In solchen Momenten habe ich mich "in Grund und Boden" geschämt, selbst ein westlicher Tourist zu sein!

Im Restaurant
Falls mit Stäbchen gegessen wird gilt es als sehr unschicklich, damit im Essen zu stochern oder die Stäbchen aufrecht in den Reis oder andere Nahrungsmittel auf dem Teller zu stecken. Sehr schwer haben es die Raucher in Bhutan, denn im ganzen Land herrscht ein strenges Rauchverbot.

Bhutan ist ein sehr offenes Land und die Bhutaner schauen über kleine „Verfehlungen“ ihrer Gäste gerne hinweg. Das Rauchen gehört allerdings in Bhutan nicht zu den kleinen Verfehlungen. Bitte denke auch immer daran, dass in Bhutan der König und die Königsfamilie hoch geehrt und geschätzt werden. Sich in der Öffentlichkeit abfällig über den König oder die Königsfamilie zu äußern gilt als Vertrauensbruch und ist daher nicht so schnell wieder gut zu machen und darüber hinaus u.U. sogar mit Strafe geahndet werden kann.