ist in den letzten Jahren sehr verbessert worden. In den größeren Orten wie Paro, Thimphu, Punakha, Jakar, Mongar und Trashigang gibt es inzwischen Krankenhäuser. Das am besten ausgestattete Zentral-Krankenhaus in Thimphu konnte durch die großzügige Unterstützung Indiens 2009 mit 350 Betten eröffnet werden. Seit 2014 gibt es hier Facharztausbildungen für Innere Medizin, Chirurgie/Kinderchirurgie, Orthopädie, Frauenheikunde, Pädiatrie und Augenheikunde.

Weiter im Landesinneren gibt es kleinere Krankenstationen und kleine mobile Kliniken, die versuchen so weit es irgendwie möglich ist den Menschen in den entlegeneren Gebieten eine medizinische Grundversorgung in der Nähe zu bieten. In der Nähe heißt jedoch oftmals immer noch zwei bis drei Tagesmärsche Anreise zu einer solchen mobilen Klinik.

U.a. deshalb ist es König und Regierung ein großes Anliegen in den nächsten Jahren alle noch so entfernt liegenden Dörfer an das allgemeine Straßennetz anzubinden.

Durch die Modernisierung des Gesundheitswesens ist die Lebenserwartung der Menschen sehr viel größer geworden. Lag diese 1960 noch bei gerade einmal 33 Jahren ist so liegt sie heute bei 63 Jahren.

Neben der westlichen Medizin hat die traditionelle tibetische Medizin in Bhutan auch heute noch einen hohen Stellenwert. Deshalb gibt es in jedem Krankenhaus auch eine entsprechende traditionelle Abteilung. Da das Wohl der Patienten im Vordergrund steht, gibt es keinen Standesdünkel. Wenn die moderne westliche Medizin nicht mehr weiterkommt wir der Patient zur traditionellen Medizin-Abteilung weiter geschickt oder umgekehrt.

Es gibt etwa 600 medizinisch wirksame Pflanzen und Kräuter, die teilweise in Höhen von über 3.000 m wachsen. Speziell ausgebildete Teams sammeln diese, damit sie zu Medikmenten verarbeitet werden können.